Year Of The ultra tour 2024 - ultramagnetic MCs & Blitz mob allstars

Am 16. März 2024 fand die „Year Of The Ultra“-Tour der Ultramagnetic MCs ihren Abschluss und Höhepunkt zugleich im Düsseldorfer Club Tor 3.
An diesem Abend standen die Old School Hip Hop-Legenden ein letztes Mal nach ihrer insgesamt 13 Stationen umfassenden Tour auf der Bühne – jedoch nicht alleine. Gemeinsam mit einer Auswahl des legendären „Blitz Mob“-Kollektivs, die als „Blitz Mob Allstars“ auftraten, sorgten beide Gruppen für ein unvergessliches Event. Für alle, die diesen Abend verpasst haben, wird es schwer sein, einen ähnlich historischen Moment wieder zu erleben – denn dieses Konzert war einmalig. Genau ein jahr später schauen wir noch einmal auf dieses ereignis zurück.

> 2024

Ultramagnetic MCs „Year Of The Ultra“ 2024 UK/EU Tour – Eine historische Tour mit Hürden und Höhepunkten

Die legendären Ultramagnetic MCs, eine der prägendsten Hip Hop-Crews aller Zeiten, haben ihre „Year Of The Ultra“-Tour 2024 erfolgreich durch das Vereinigte Königreich und Europa geführt.
Mit insgesamt 13 Konzerten, beginnend in Manchester, folgten Stationen in Leeds, Bristol, drei aufeinanderfolgende Auftritte in London, Nortrijk, Eindhoven, Amsterdam und Kopenhagen. Die Tour fand ihren Abschluss in Berlin, Zürich und dem Düsseldorfer Club Tor 3.
 
Doch trotz ihrer langjährigen Erfahrung war diese Tour nicht ohne Herausforderungen. Ced Gee, eines der Gründungsmitglieder der Ultramagnetic MCs, musste aufgrund organisatorischer Hürden fast dreiviertel der Tour verpassen, bevor er schließlich in den verbleibenden Städten zur Gruppe stoßen konnte. Zusätzlich sorgte die exzentrische Persönlichkeit von Kool Keith für unterschiedlich starke Tagesformen, was sich auf die Performance auswirkte und die Tour mit unvorhersehbaren Momenten bereicherte.

Dennoch war die „Year Of The Ultra“-Tour ein überwältigender Erfolg. Als besondere Tour-Supports standen DJ Too Tuff von der legendären Tuff Crew (der Moe Love ersetzte) und Cobra P.I. von der britischen Hip Hop-Crew „Rapid Fire“ an der Seite der Ultramagnetic MCs.
 
Die Tour erreichte ihren Höhepunkt beim Finale im Düsseldorfer Club Tor 3, da es auf keinem anderen der vorherigen Konzerte eine Vorband gab und man in Düsseldorf zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wieder eine Auswahl des legendären Blitz Mob Kollektivs live miterleben konnte. 
 
Die „Year Of The Ultra“-Tour 2024 unterstrich nicht nur die ungebrochene Relevanz der Ultramagnetic MCs, sondern zeigte auch die bemerkenswerte Verbundenheit zwischen der amerikanischen Hip Hop-Legende und der lebendigen deutschen Old School-Szene. Ein würdiger Abschluss einer Tour, die nicht nur musikalische Höhepunkte, sondern auch emotionale Momente und einen einzigartigen Austausch zwischen Künstlern und Fans brachte.

Ein Jahr nach einem wegweisenden Ereignis habe ich mich mit
Rick Ski, D-Tex-Law und Hans Solo aus der legendären „Blitz Mob Allstars“-Crew zusammengesetzt, um gemeinsam auf dieses einzigartige Konzert zurückzublicken. Zudem hatte ich die Gelegenheit, Ced Gee ein paar kurze Fragen zu stellen, die nach dem Interview am Ende des Berichts zu finden sind. Leider hatte er nicht die Zeit, um an einem Interview mit allen Beteiligten teilzunehmen, dennoch freuen wir uns über seinen Beitrag.

> Zahlen und Fakten

Line Up Ultramagnetic MCS
Kool Keith | Ced Gee | TR Love | Marc Davis | DJ Too Tuff

Line Up Blitz Mob Allstars
D-Tex-Law | Maestro Rick Ski | Torch | Scope | Future Rock | Hans Solo
DJ Cabite | DJ Jenz

Special Guests
Toni-L, Fast Forward, Cobra P.I.

Anzahl Zuschauer: 750
Beginn Aufbau: 14:00 Uhr
Soundcheck: 17:00 Uhr
Doors Open: 19:00 Uhr
Warm-Up DJ Killa Calles: 19:00 Uhr
Showtime Blitz Mob: 21:30 – 22:30 Uhr
Intermission DJ-Set DJ Cabite/DJ Jenz: 22:40 – 23:45 Uhr
Support Act Ultramagnetic MCs "Cobra P.I.": 23:45 – 23:55 Uhr
Showtime Ultramagnetic MCs: 23:55 – 01:10 Uhr
Aftershow DJ Haitian Star: 01:15 Uhr

Lichttechnik: Tor 3
Tontechnik (FOH & Monitor): Kilian Zurlo
Blitz Mob Banner Artwork: Oliver Räke aka Magic
Ultramagnetic MCs / Blitz Mob Tour Artwork: Jimi Nice

Merchandise:
Rick Ski | Torch | Future Rock | Scope | Maze Einssechseins

Setlist Blitz Mob Allstars
Intro
Die Organisation (Medley)
Ohne Warnung
Zum Ursprung zurück
Medley: Exodus & Möge die Macht mit uns sein
Konsumieren
Keine Effekte
Medley: Rap Asse & I.D.D.
Kapitel 1
Sandokan
Medley: Vom Optimist zum Terrorist & Kleina Wixa
Gesichter
Meister der Metrik
Kümmert mich nicht
Wir waren mal Stars
Der Imperator schlägt zurück (Zugabe)

> interview mit Rick Ski, D-Tex-Law und Hans solo

Man darf nicht vergessen, dass es eine einmalige Chance war, mit den Ultramagnetic MCs zusammen aufzutreten

> Wie ist der Kontakt zu den Mitgliedern der Ultramagnetic MCs entstanden?

D-Tex-Law:
Detlef (Rick Ski, Anm. d. Red.) rief mich an, um mich zu informieren, dass die Ultramagnetic MCs auf Europatournee sind und es bestimmt interessant wäre, die Gruppe zu kontaktieren, um etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen. Natürlich fand ich das sofort spannend und hatte zufälligerweise zeitgleich eine Anfrage vom Tor 3 in Düsseldorf – einer alten, bekannten Hip Hop-Location – ob wir nicht ein Hip Hop-Event dort stattfinden lassen wollen. Natürlich war das ein perfektes Match und passte sowohl inhaltlich als auch zeitlich perfekt zueinander.
Rick Ski:
Nachdem wir uns besprochen hatten, habe ich im Oktober 2023 drei Mitglieder der Ultramagnetic MCs auf Instagram und Facebook kontaktiert – bis auf Kool Keith hat jedoch niemand reagiert. In meiner Nachricht habe ich kurz erwähnt, dass wir an einer Kooperation interessiert wären und habe dann umgehend die E-Mail-Adresse der Booking-Agentur erhalten, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

> Was hattet ihr euch als Kooperation vorgestellt? Ging es darum, die Ultramagnetic MCs für einen Auftritt im Rahmen der Tour nach Düsseldorf zu holen, oder hattet ihr von Anfang an die Absicht, einen gemeinsamen Auftritt auf die Beine zu stellen?

D-Tex-Law:
Genauso war es. Man muss sich vorstellen: Die Ultramagnetic MCs kommen nach Deutschland – wahrscheinlich zum letzten Mal in ihrer Karriere, weil sie genauso alte Säcke sind wie wir – und wir wollten diese Möglichkeit nutzen, zusammen ein letztes Mal in der Formation des „Blitz Mob“ mit ihnen ein Konzert zu spielen. Man muss dazu sagen, dass wir deren Sachen immer gefeiert haben, daher war ab dem ersten Moment die Idee geboren, mit ihnen zusammen aufzutreten, anstatt sie nur für einen Auftritt zu buchen.

Das hieß aber auch, dass wir jetzt erstmal alles planen und organisieren mussten, da wir nur mit unbekannten Parametern zu diesem frühen Zeitpunkt zu tun hatten. Weder die Location war fest gebucht, noch der Gig, geschweige denn die Tatsache, dass wir gemeinsame Sache mit ihnen machen konnten, war in trockenen Tüchern. Und drittens – es gab zu dem Zeitpunkt keinen „Blitz Mob“, der als Band hätte auftreten können. Das musste also alles zusammengebracht werden.
 
Folglich haben wir hinter vorgehaltener Hand zeitgleich mit der Booking-Agentur der Ultramagnetic MCs und dem Tor 3 verhandelt, bis wir einen konkreten Deal hatten. Ab diesem Augenblick haben wir angefangen, die Leute vom „Blitz Mob“ anzusprechen. Man muss sich überlegen: Wer passt ins Lineup, wer gehört zum harten Kern, wen wollen wir auf der Bühne sehen und vor allem: Wie sollen wir das machen?
Im Grunde war das sehr lustig, als wir die Leute angesprochen haben, um ihnen die Idee vorzustellen. Die dachten zuerst, wir würden sie verarschen, weil wir seit 30 Jahren nichts mehr zusammen gemacht haben. Als wir dann erzählt haben, dass wir die Möglichkeit haben, zusammen mit den Ultramagnetic MCs aufzutreten, waren alle sofort dabei. Keine Frage.
Rick Ski:
Man muss an diesem Punkt noch einmal erklären, warum die Kombination „Ultramagnetic MCs“ und „Blitz Mob“ so besonders ist. Die Jungs hatten seit unseren Anfängen einen großen Einfluss auf den „Blitz Mob“-Sound, da gibt es zum einen einfach inhaltliche und stilistische Parallelen. Zudem hatten wir auch im Laufe der vielen Jahre einige persönliche Erlebnisse. Zum Beispiel waren der Fader Gladiator und mein Bruder (Future Rock, Anm. d. Red.) 1991 in New York, um ein Soloalbum mit New Yorker MCs aufzunehmen, und haben dort zufällig die Ultramagnetic MCs auf der Straße getroffen. Nur wenige Monate vorher war „Watch Out For The Third Rail“ veröffentlicht worden, also haben die beiden den Jungs einige Exemplare in die Hand gedrückt, während sich alle angeregt unterhalten haben. Die persönliche Verbindung ist vielleicht eher zweitrangig und weniger intensiv, aber die stilistische und musikalische Connection umso mehr.

> Habt ihr denn im Laufe der Jahre, nehmen wir das eben angesprochene Ereignis in New York 1991 bis zum Konzert letztes Jahr im Tor 3, weitere gemeinsame Ereignisse gehabt – sei es in Form von Konzerten, kreativem Austausch oder sonstwie?

Rick Ski:
Ich habe die Jungs immer mal wieder in unterschiedlichen Konstellationen getroffen. Über Torch habe ich deren Telefonnummern bekommen, weil sie 1992 in Biel aufgetreten sind und Torch dort mit ihnen Kontakt geknüpft hat. Als ich dann 1994 in New York unterwegs war, habe ich sie angerufen und unter anderem mit Ced Gee, TR Love und dem damaligen Roadmanager Jaycee Corbett – mit dem ich am meisten zu tun hatte – gesprochen. Auf dem letzten „New Music Seminar“, einer Veranstaltung, die vergleichbar mit der ‚Popkomm‘ für Rap- und Dancemusik in New York war und heute leider nicht mehr existiert, habe ich sie dann auch dort getroffen.

"ich wollte, dass der 'Blitz Mob' als Kollektiv auf der Bühne steht"

Generalprobe am 13. März 2024
Feinschliff im Bogen 2, bevor es dann drei Tage später zum Auftritt nach Düsseldorf geht

> Nochmal zurück zur Planung: wer hat die Auswahl der Mitgleider für den „Blitz Mob“ getroffen im Rahmen der Vorbereitungen?

D-Tex Law:
Wir haben nicht alle Mitglieder angefragt, sondern eine Vorauswahl getroffen, da ich eine Vision hatte. Mir war es sehr wichtig, dass nicht einzelne Bands vom „Blitz Mob“ auftreten, sondern als Kollektiv, so wie die ursprüngliche Formation des „Blitz Mob“ angefangen hat. Das heißt im Klartext: mehrere MCs aus verschiedenen Gruppen stehen zusammen auf der Bühne, aber identifizieren sich mit dem Kollektiv „Blitz Mob“, anstatt sich mit ihrer eigentlichen „Kern-Gruppe“, wenn man das so nennen mag, zu identifizieren – Rick Ski war als Mitglied des „Blitz Mob“ auf der Bühne und nicht als Mitglied von LSD, ebenso war ich „Blitz Mob“ und nicht CUS. Wir wollten unbedingt den Frank dabei haben, aber – bitte nicht falsch verstehen – im Rahmen der Vision nicht das gesamte Äi-Tiem. Ebenso den Scope anstatt die Formation STF.
 
Man muss bedenken, dass wir laut Planung eine knappe Stunde zur Verfügung hatten, die wir nicht nur „füllen“, sondern so gestalten mussten, dass das Konzert – hinsichtlich der geschichtlichen Bedeutung – ein unvergessliches Event werden musste. Was natürlich auch hieß, dass wir aufgrund der langen Zeit, in der viele nicht aktiv waren, wieder regelmäßige Proben machen mussten, uns ständig abzusprechen, Instrumentals herauszusuchen und zu bearbeiten, und alles, was noch dazu gehört, um ein solches Konzert erfolgreich absolvieren zu können. So, wie wir es dann letzten Endes gemacht haben, war es das äußerste der Gefühle, was im Rahmen des Machbaren war. Das ging nur mit allergrößter Anstrengung, alle Individuen mit ihren unterschiedlichen Alltagsdingen für feste Timings unter einen Hut zu bekommen. Unsere ersten Treffen waren auch noch keine Proben, sondern vielmehr organisatorische Treffen, um zu besprechen, was gemacht werden kann und wie die weiteren Schritte aussehen.
Rick Ski:
Es ging auch darum, wer mit im Boot ist, wer überhaupt Zeit und Lust darauf hatte – Zeit war vor allem der allesentscheidende Faktor, gerade bei einem Kollektiv, das aus so vielen Mitgliedern besteht.
D-Tex-Law:
Man darf nicht vergessen, dass es eine einmalige Chance war, mit den Ultramagnetic MCs zusammen aufzutreten. Ich habe unheimlich viel Arbeit in die Absprache mit deren Management gesteckt – das war absoluter Horror mit der Booking-Agentur aus London. Auch die Jungs aus dem Tor 3 waren nicht einfach zu handeln. Unterm Strich war die Grundsteinlegung für das Event sehr kompliziert, und aufgrund der vielen Arbeit, die ich schon im Vorfeld investiert hatte, wollte ich dann auch mitbestimmen, damit es so wird, wie ich es mir vorgestellt habe. Auf keinen Fall sollte das zu einer „Open-Mic-Session“ werden, bei der jeder macht, was er will, und es keinen roten Faden gibt. Das war nie der Plan und überhaupt keine Option für dieses Event. Im Gegenzug musste man das realistisch angehen, daher habe ich keine Sekunde daran gedacht, das gesamte Kollektiv des „Blitz Mob“ wieder vereint auf die Bühne zu bringen. Völlig utopisch. Das hat früher schon nicht geklappt und wird 30 Jahre später erst recht nicht funktionieren.
Rick Ski:
Funktionieren ist das Stichwort – es ging in erster Linie darum, dass dieses Event funktionieren kann. Das heißt aber auch, dass man Abstriche machen muss – zum Wohl der Veranstaltung. Wer also nicht regelmäßig zu den Proben kommen kann, der kann dann leider nicht beim Gig dabei sein.
D-Tex-Law:
Das waren nicht meine Beweggründe, ob jemand zu den Proben kommen kann oder nicht. Mir war das wichtig, was ich eben erwähnt habe. Es gab ja auch etwas Unruhe, weil sich Leute auf den Schlips getreten fühlten, weil sie nicht dabei waren. Aber mir ging es primär darum, dass nicht das Äi-Tiem oder die Gruppen LSD, CUS oder STF jetzt auf der Bühne stehen – ich wollte, dass der „Blitz Mob“ als Kollektiv auf der Bühne steht. Nenn es das „Kernelement“ meiner Planung oder wie auch immer man das beschreiben will. Das erklärt dann auch unser Vorgehen.

>Du sagtest eben, dass du unheimlich viel Arbeit und Mühe in die Planung gesteckt hast. Warst du der erste Ansprechpartner für alle, der alle Fäden in der Hand hatte und sich praktisch als Achse für alle anderen bereitgestellt hat, oder wie sah die Aufteilung untereinander aus?

D-Tex-Law:
So wie wir uns dann formiert haben, ergab sich von alleine eine sehr gute Arbeitsteilung. Die einen haben sich um die Produktionsangelegenheiten gekümmert – neben dem Future Rock haben auch Jens und Cabite etwas übernommen und die Beats gerade gezogen. Wir haben uns zu Proben getroffen und unterschiedliche Räumlichkeiten der Mitglieder genutzt – der Frank hat uns zum Beispiel in der Burg und im Bogen 2 proben lassen, und wir hatten eine Session beim Future Rock im Studio. Selbst das Zusammenstellen der Setlist hat gemeinschaftlich funktioniert. Jeder hat seine Wünsche geäußert, was er spielen möchte, und wir haben das als Gruppe besprochen und die Machbarkeit bei den Proben verfeinert, um daraus ein zusammenhängendes Set zu erstellen. Im Nachhinein muss man sagen, dass, so wie wir uns als Kollektiv aufgestellt haben, alles perfekt funktioniert hat. Was sehr wichtig war, weil es ansonsten nicht geklappt hätte, wenn nicht alle so miteinander kooperiert und sich eingebracht hätten.
Rick Ski:
Natürlich hatte Robert den Großteil der Planungsarbeiten, aber untereinander gab es für jeden noch genug zu tun. Grob überschlagen wurden in dem Zeitraum über 150 E-Mails zwischen dem Tor 3, der Booking-Agentur und uns hin und her verschickt. Nur mal, um eine Zahl zu nennen, damit man sich vorstellen kann, was für ein Apparat dahintersteckte.

> Wie oft habt ihr euch zum proben getroffen?

D-Tex-Law:
Ich würde sagen, wir haben uns fünf Mal in der großen Konstellation getroffen.
Rick Ski:
Zudem haben wir uns in unzähligen Videokonferenzen verknüpft. Ich hatte zum Beispiel mit DJ Jenz und Cabite die Tracks besprochen und die Scratch-Effekte herausgesucht, die in den alten Songs eingesetzt wurden. Find mal den einen Scratch, den du in einem Song vor 30 Jahren genutzt hast – da musst du zum Teil verdammt lange suchen, wenn du darüber keine Aufzeichnungen mehr hast. Wir waren tatsächlich in der Lage, wirklich alle Scratches zu finden, und die beiden haben dann die Scratcheffekte für den Gig vorbereitet. Future Rock hat die Instrumentals editiert und neu gemastert – es gab eine festgelegte Arbeitsteilung, was neben den eigentlichen Proben genauso wichtig war.
D-Tex-Law:
Überleg mal, wir haben uns nach 30 Jahren mal wieder zusammengetan und an diesem Abend ein fettes Brett gebohrt! Das lag zu einem ganz großen Teil auch daran, dass es im Rahmen des Events zusammen mit den Ultramagnetic MCs stattfand. Allein diese Tatsache hat allen Beteiligten auch die notwendige Kraft verliehen, das Ding durchzuziehen. Vermutlich hätte es, wenn wir einfach so einen Auftritt des „Blitz Mob“ gemacht hätten, nie funktioniert. Das Kollektiv wäre bereits nach 1-2 Wochen auseinandergebrochen, weil die ersten gesagt hätten: ‚Lass gut sein, ich habe da doch keine Zeit für, außerdem ist mir das alles zu anstrengend.‘ Insofern hat diese einmalige, nenn es die „once in a lifetime chance“, es überhaupt möglich gemacht.
Rick Ski:
Die Leute haben sich zusammengerauft, was aber nicht bedeutet, dass niemand gekommen wäre, wenn wir ohne die Ultramagnetic MCs aufgetreten wären.
D-Tex-Law:
Natürlich nicht – das meine ich auch gar nicht. Vielmehr geht es um die Motivation, die wir ohne diese Kombination nicht hätten aufrechterhalten können.

"Find mal den einen Scratch, den du in einem Song vor 30 Jahren genutzt hast – da musst du zum Teil verdammt lange suchen

4 Augen und 4 Turntables
DJ Cabite und DJ Jenz machen letzte
Einstellungen beim Soundcheck

> Du meintest vorhin, dass ihr die Setlist ganz am Anfang gemeinsam erstellt habt. Habt ihr euch im Verlauf der Proben auf die Tracklist festgelegt, oder gab es diese klassischen 5-vor-12-Änderungen, die nochmal alles umgeworfen haben, weil man dann doch nochmal seine Meinung geändert hat oder plötzlich andere Songs in den Fokus geraten sind?

D-Tex-Law:
Die gab es (lacht). Wir hatten zwar eine grobe Linie, aber zum Beispiel wollte Torch von CUS unbedingt
„Die Macht ist mit uns“ spielen, obwohl ich darauf erst keinen Bock hatte. Also war der auch nicht mit in der Planung und stand nicht auf der Liste. Irgendwann, wir waren schon mitten in der Planungsphase, habe ich mir das Ding dann doch nochmal angehört und plötzlich gedacht, dass man den Song mit kleinen Änderungen dann doch ganz gut im Gesamtgefüge unterbringen kann. Vor allem passte es dann in diesen „Blitz Mob Allstars“-Gedanken, den ich hatte, dass der Torch dann eine Collabo mit CUS hat und sich beide Seiten vereinen. Von daher total bescheuert, dass ich mich erst quergestellt habe. Wir haben die Instrumentals angepasst, die Strophen leicht abgeändert und im Endeffekt einen richtig guten Song draus gemacht, den wir dann an dem Abend auch performt haben. Insofern gab es da schon noch Leben in der Trackliste.
Rick Ski:
Durch das, dass manche Leute nicht mit dabei waren oder leider inzwischen schon verstorben sind, mussten wir zum Teil an manchen Stellen erheblich in die Tracks eingreifen, damit das noch funktioniert hat. Hier fällt ein Part weg, da wird etwas ausgetauscht, hier kommt etwas an eine andere Stelle.
D-Tex-Law:
Rückblickend hat einfach alles gepasst. Nicht nur unsere Tracklist und die Änderungen, die wir vorgenommen haben, sondern auch die Location, die Mitglieder der verschiedenen Bands, das Timing – wir haben 50 Jahre Hip Hop gefeiert in dem Jahr, da hat es bei vielen Leuten unterbewusst gebrodelt. Die hatten wieder alle richtig Bock auf solche Veranstaltungen. Nicht zuletzt war auch euer Event „Pioneers Of Hip Hop“ eine Initialzündung, bei der ich wieder Blut geleckt habe und mir dachte, wie geil es ist, wieder auf der Bühne zu stehen. Insofern hat das alles sehr gut in die Zeitachse der Ereignisse gepasst, dieses Konzert. Jetzt haben wir eine super Basis mit den Blitz Mob Allstars, und der Grundgedanke vom Kollektiv ist ja, dass es nicht in Stein gemeißelt ist, wer von den MCs dabei ist – man kann sich immer wieder mit den anderen Mitgliedern verknüpfen. Der Peter (Srekovic, Anm. d. Red.) stand ja dann auch in Düsseldorf plötzlich mit uns auf der Bühne und hat mitgemacht. Das ist jetzt wie ein kleiner lebender Organismus, der wieder geweckt wurde. Diese Botschaft geht jetzt an alle Booker in Deutschland: Wer Bock auf den Blitz Mob hat, der soll sich einfach mal melden. Solange wir nicht tot sind, sind wir startklar!
Hans Solo:
Du weißt ja, ich gehe auch mit dem Rollator auf die Bühne (alle lachen). Ich habe ja eh vor, das alles bis zum Ende durchzuziehen.

"Wir haben es uns
in erster Linie
selbst bewiesen,
dass wir als Blitz Mob eine gute Show abliefern können"

Killa Calles beim Warm-Up Set

> War das also die Initialzündung für euch, dass ihr einerseits doch noch richtig Bock habt, etwas auf der Bühne zu machen, und auch, wenn nicht alle mit dabei sind, sich der harte Kern wieder mobilisiert? Vielleicht habt ihr euch auch gedacht, warum ihr nicht schon früher wieder etwas gemacht habt?

D-Tex-Law:
Na klar! Aber die Frage, warum wir nicht schon früher wieder etwas gemacht haben, ist müßig zu diskutieren. Es gibt einen Markt, und auf dem muss es eine Nachfrage geben. Wenn jetzt kein Schwein Interesse hat, dass wir auftreten, treten wir nicht auf.
Hans Solo:
Ich trete auch auf, wenn keiner interesse hat! (lacht)
D-Tex-Law:
Das war doch bei dir immer so, Frank!
Rick Ski:
Wir haben es uns in erster Linie selbst bewiesen, dass wir als Blitz Mob eine gute Show abliefern können.
Wir haben es an dem Abend den Leuten bewiesen, die da waren, und im Endeffekt auch den Jungs von den Ultramagnetic MCs. Auch wenn man das nicht muss – das hat sich einfach so ergeben. Die haben das ganze Szenario gesehen und waren beeindruckt, wie gut organisiert das alles war, im Gegensatz zu anderen Sachen, die da auf der Tour gelaufen sind.
Hans Solo:
Im Gegensatz zu ihnen selbst in Berlin. Mal im Ernst, wir hatten schon ein ungutes Gefühl vor unserem Auftritt, als wir die Berichterstattung der Tour, vor allem das Konzert in Berlin, mitbekommen hatten. Da gab es schon zwischenzeitlich den Zweifel, ob die Jungs überhaupt kommen und, wenn, ob sie dann auch vollständig sind. Am Ende war es dann zum Glück eine ganz runde Sache, und man hat auch bei denen gemerkt, dass sie mit einer ganz anderen Motivation nach Düsseldorf gekommen sind, was man dann auch an deren Auftritt sehen konnte, wie sie an dem Abend abgeliefert haben. Das Schöne ist dabei, dass so eine Dynamik immer dann entsteht, wenn sich das alles gegenseitig pusht und beeinflusst. Wie bereits erwähnt, auch die Dynamik innerhalb vom Blitz Mob: mal sind die Mitglieder dabei, ein anderes Mal ein unterschiedliches Setup. Das ist doch schön. Was gibt es Besseres, als zusammen kreativ zu sein und Musik zu machen?
D-Tex-Law:
Man muss es jetzt auch nicht höher hängen, als es ist. Wir haben Spaß an der Musik, vielleicht kommt da sogar mal etwas Neues bei heraus. Bei dir ist das ja auch eine ganz andere Sache, Frank. Du droppst ein Album nach dem anderen und bist immer am Ball geblieben. Du hast doch schon wieder ein neues in der Pipeline.
Hans Solo:
Am 30. Mai kommt das raus. Eigentlich sollte es bereits im Dezember rauskommen, aber es gab ein paar Probleme mit dem Vertrieb. Aber jetzt ist alles wieder gut. Ich brauche eben diese 3 Monate Vorlaufzeit für die Promo, daher ist der Termin auf Mai angesetzt.

> Kommt denn da auch wieder was Neues aus der Richtung des Blitz Mob?

Rick Ski:
Wir reden die ganze Zeit darüber. Mal gucken.
D-Tex-Law:
Das Event war schon mal eine große Initialzündung für uns alle. Das hat uns allen Energie gegeben. Wie gesagt, das hat aufgrund dieser Energie geklappt, weil sich die Leute zusammengerissen haben und ihr Privatleben mal für ein paar Wochen hinten angestellt haben. Wir sagen die ganze Zeit, man müsste doch mal was machen, aber irgendwie kriegt man dann den Arsch doch nicht hoch.
Rick Ski:
Jedenfalls hast du für das Event richtig Gas gegeben, um es realisieren zu können. Da gab's ja, wie gesagt, so einige Zwischenfälle auf der Tour. Bei uns kamen die relativ spät erst in Düsseldorf an, da hast du keinen Einfluss drauf. Aber es gab ja auch noch andere Sachen. Wisst ihr noch, dass Kool Keith zum Beispiel bei einem Auftritt nicht dabei war? Ced Gee fiel zudem auch noch für den Großteil der Tour aus, weil es irgendwelche Dinge mit seinen Papieren zu klären gab.

> Wir waren ja eine Woche vor dem Düsseldorf-Gig in Eindhoven, um uns dort die Show anzuschauen und mit den Jungs zu connecten wegen dem Konzert. Da hat sich Kool Keith ja auch die Hälfte der Show nicht blicken lassen, weil er irgendwie keinen Bock hatte. Die Tour war schon auch Chaos von denen.

D-Tex-Law:
Schnee von gestern - Lasst uns doch an den schönen Sachen erfreuen.
Rick Ski:
Er wollte damit nur herausheben, dass der Abend
in Düsseldorf on point war – auf allen Ebenen.
D-Tex-Law:
Das war eben eine überdurchschnittliche Organisationsarbeit, die man normalerweise so nicht leisten würde, wenn es nicht die Ultramagnetic MCs wären. Im Grunde waren das alles Sachen, die wirklich keinen Spaß gemacht haben, wie Planen, Koordinieren und Vorbereiten.
Hans Solo:
Auch die Proben. Letztendlich darf man nicht vergessen, dass es nicht alles nur damit zu tun hat, den Arsch hochzukriegen, sondern wir sind auch alle inzwischen in einem Alter, in dem wir unterschiedliche Verpflichtungen haben. Sei es die Familie, die Firma, der Job – und dann so viele Erwachsene unter einen Hut zu kriegen, überhaupt zu einer regelmäßigen Probe, bei der alle erscheinen, ist schon selten und eine Leistung für sich.
D-Tex-Law:
Genau, weil die Leute ihren Alltag für eine Zeit um 180 Grad gedreht haben, mit einem gemeinsamen Ziel. Als du vorhin noch nicht dabei warst, hatte ich schon gesagt, dass die Leute wahrscheinlich nicht so motiviert gewesen wären, wenn es nicht ein gemeinsames Konzert mit den Ultramagnetic MCs gegeben hätte.
Hans Solo:
Ganz klar – dann wäre die Motivation eine ganz andere gewesen. Die Messlatte hing aufgrund der Amis auch dementsprechend hoch. Man will sich ja nicht vor denen auf der Bühne blamieren – genauso wenig vor den Leuten im Publikum, die ebenfalls mit einer gewissen Erwartungshaltung gekommen sind. Wir hatten den Anspruch, an dem Abend abzuliefern.
Rick Ski:
Für mich ging es auch nicht darum, die Ultramagnetic MCs zu beeindrucken, sondern als Teil des Blitz Mob den Leuten eine richtig gute Show zu liefern.
D-Tex-Law:
Das war auch mein Ziel, und natürlich, einen richtig guten Abend zu haben. Da waren so viele Leute, die ich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen habe, im Publikum. Zudem so viele Leute, die ich kenne und die sich auch untereinander schon lange nicht mehr gesehen haben. Der Abend war einfach eine runde Sache und wird für mich in Erinnerung bleiben. Wenn ich hier bei mir in der Agentur sitze und das Konzertposter von dem Gig letztes Jahr sehe, dann freue ich mich – dann ist mir in dem Augenblick auch egal, wie schwierig der Weg bis zum Event war.

"Die Messlatte hing aufgrund der Amis auch
dementsprechend
hoch"

Torch hat es zwischenzeitlich von der Bühne in die Crowd verschlagen

> Trotz Chaos und diversen Zwischenfällen kann man doch sagen, dass das Konzert im Tor 3 der Höhepunkt der Tour für die Ultramagnetic MCs war.

Rick Ski:
Dieser Gig hat definitiv dafür gesorgt, dass die Europatour der Ultramagnetic MCs einen würdigen
Abschluss hatte.
Hans Solo:
Auf jeden Fall, da hat wirklich alles gepasst an dem Abend. Allerdings muss man jetzt nicht in den Modus verfallen, das Ereignis noch toppen zu wollen. Es gibt ja einige, die unbedingt immer noch einen draufsetzen wollen.
D-Tex-Law:
Toppen kann man das definitiv nicht mehr, jedenfalls wüsste ich nicht, mit welcher Band. Die Ultramagnetic MCs haben uns so stark geprägt wie keine zweite Band.
Rick Ski:
Darum haben die auch diesen ‚Kultfaktor‘ –
wer soll da für uns noch kommen?
D-Tex-Law:
Nicht nur, dass man es nicht toppen kann – man muss es auch nicht. Man kann aber diese Energie und diesen Weckruf von dem Abend mitnehmen und weiter Spaß haben…
Rick Ski:
…ich für meinen Teil bin motiviert. Ich weiß, es gibt in unserem Kreis auch Leute, die eher schon raus aus dem Game sind, aber ich fühle das nicht. Wir sind Veteranen und Pioniere, aber trotzdem sind wir immer noch dabei. Beides geht.
Hans Solo:
Natürlich, aber da ist ja auch jeder anders. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, keine Musik mehr zu machen in meinem Leben. Andere Leute haben sich hingegen für einen anderen Weg entschieden und sagen sich, dass es heute nicht mehr ihr Ding ist. Dann ist die Hürde, bei so etwas wieder einzusteigen, natürlich höher. Das hat man ja auch bei den Proben gemerkt. Bei den einen saßen die Texte relativ schnell wieder, andere mussten da erheblich mehr Energie reinstecken. Das muss man auch berücksichtigen. Trotzdem haben die Proben richtig viel Spaß gemacht, einfach mal wieder rumzuhängen. Den Cabite hab' ich das letzte Mal gesehen, als Robert noch mit dem Althaus (Anmerkung: damaliger BMX Kollege) noch synchron BMX Flatland gefahren ist – so lange ist das her. Das Erstaunliche ist ja, dass man durch dieses kulturelle Bindeglied, sei es BMX oder Hip Hop, auch nach Jahrzehnten wieder dort ansetzt, wo man damals aufgehört hat. Das ist ein ganz komischer, aber faszinierender Effekt, den ich oft erlebe. Keine Ahnung, ob das jemand von euch nachvollziehen kann. Wenn die Chemie oder Wellenlänge stimmt, so wie damals, und keiner von uns inzwischen zum absoluten Arschloch mutiert ist, dann passt das heute auch noch.
D-Tex-Law:
Wie auch immer, an dem Abend hat alles gepasst
und ich denke jeder hat‘s genossen.
Rick Ski:
War doch großartig! Killa Calles hat sich ums Warm-up gekümmert, wir haben unseren Gig gemacht und nach den Ultramagnetic MCs hat DJ Haitian Star die Aftershow noch geschmissen – hat natürlich großartig gepasst mit Torch und DJ Haitian Star. Wenn beide mal da sind an einem Abend... (lacht). Da sind sogar Leute aus der Schweiz, Hamburg oder Berlin nur für dieses Konzert angereist.
D-Tex-Law:
Ich möchte an dieser Stelle nochmal namentlich den Philipp Kugelmann erwähnen, der extra aus Singapur dafür angereist ist. Da hab ich nicht schlecht gestaunt.

"Nicht nur, dass man es nicht toppen kann – man muss es auch nicht"

Kool Keith und Ced Gee haben die Atmosphäre im Tor 3 genossen

> Ihr habt gerade zurecht gesagt, dass man diesen Abend weder toppen kann noch übertreffen muss – gibt es dennoch Pläne oder Wünsche, in Zukunft mit anderen Gruppen ein ähnliches Event auszutragen?

Rick Ski:
Natürlich gibt es ein paar offene Wünsche, die auch nicht so unwahrscheinlich zu realisieren wären.
Hans Solo:
Da gibt’s noch einige Strategen, die zum Glück immer noch aktiv sind. Auch wenn man sagen muss, dass manche von denen den Schuss nicht gehört haben. Andererseits war das auch eine tolle Zeit, und Leute wie zum Beispiel ein Tim Dog waren in den 90er Jahren auch noch ganz anders drauf als am Ende seiner Laufbahn. Mit dem waren wir ja auch zusammen auf Tour, da hat das alles zwischen uns gepasst.
Rick Ski:
Stimmt, das haben wir noch gar nicht erwähnt. Mit Tim Dog, damals aus dem Ultramagnetic-Camp, haben wir ein paar Tourdates mitgemacht. Das muss so Ende 1992 gewesen sein.
Hans Solo:
Das war legendär! Erinnerst du dich an den Auftritt in Hannover, als das Publikum uns mit den Holzmöbeln auf der Bühne beworfen hat, weil sie keinen Deutschrap hören wollten? Ich meine, die Jungs von Hi-Jack haben dann die Musik ausgemacht und die Leute aufgefordert, damit aufzuhören, sonst würde das Konzert abgebrochen. Aber ich bin gespannt, was da noch kommt in Zukunft. Wenn’s nach mir geht, können wir alle 3 Monate so ein Ding irgendwo in Deutschland machen.
D-Tex-Law:
Wie gesagt, dann sollen die Booker mal den Terminkalender und den Maker rausholen und sich den Blitz Mob in ihre Stadt holen!

> interview mit Ced Gee

"I did this
because I love music
so whatever it is
– it is."

> What prompted you to go from being a music consumer to being a producer?
Was there a special event?

It was my youngest brother who is now deceased. He inspired me to become an artist seriously because I was doing it but not serious at that time.

> What are you a pioneer in? What's your personal greatest / most important contribution
to hip hop culture?

My greatest contribution would be chopping samples. In other words the way I chop samples was individual drums or sometimes drums with notes on top of them I just broke the laws of sampling in other words there was no limit.

> Please briefly describe the early days, when there were neither structures nor real knowledge, but there was a spirit of optimism that, with a lot of creativity and free spirit, has created a number of masterpieces to this day.

The early days was more spontaneous. A lot of times you will have an idea when you got to the studio, but when it didn't sound as you wanted you would just switch up and go off the head.

> Do you think your work has received the recognition it deserves?

I really don't put too much time into thinking about if I receive recognition or not I did this because I love music so whatever it is – it is.

> How did the tour come about? Who planned it and what were the preparations like?

It was our promoter Eric Perry planning the tour. He has to plan all tours because he handles both the group and Keith.

> When was the last time you toured Europe?

I say about 14 years ago I'm not sure of that so don't quote it but in other words it's been at least 10 years.

"to have
Germany book us
was an honor."

> Due to formalities, you were only able to join at the end of the tour. How did you support the group during that time?

We just stayed in contact on WhatsApp lol.

> Your tour manager Marc Davis, who also manages the label "BlackPegasus/Mr. Bongo", took part in the performances as an 'unofficial member' and bridged your absence during the first part of the tour. What kind of connection is there between you?

I have known Marc for a very long time, so it wasn't too difficult to integrate him into the group.

> The grand finale of the tour took place in Germany after great performances in other European countries such as the UK and the Netherlands. How was the last concert, together with the veterans of the "Blitz Mob", who were on stage in this constellation for the first time in more than 25 years? What do you associate as Ultramagnetic MCs with performances in Germany?

It was great to be a part of such a great show with Blitz Bob. And it was an honor. Being that Germany shot away from Ultra because of former member Tim Dog who lied and book shows on the behalf of Ultra and took money but we the group never knew so everyone thought we just didn't show up to shows. So to have Germany book us was an honor.

> How important are performances for you and do you enjoy them more than working on studio projects?

Performances are always important because you get the connect with people. People who love your music and your craft you get to look them in the eye you get to connect with them you get to communicate with them that's has no price on it. It's an honor and it's an exhilarating process, way more exciting than the studio.

> How crazy is Kool Keith really? His lyrics are still beyond the usual paths and norms and that's precisely why they're so impressive. You complement each other perfectly as a group, which was also evident on the tour. Will there perhaps be one last Ultramagnetic album? You made an album together with keith in 2023.

Keith is as crazy as Keith is lol, he's family to me as well as his family. And we're always doing something every now and then so who knows...

> Last one: We have an annual event in Cologne, called the "Pioneers Of Hip Hop" Jam -
which artists would you like to see in the lineup and book for it?

I would like to see the blitz mob – and us! lol
> interviews & fotos: Jimi 

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